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Alles Fälschungen!

Oder: Wann hat man schon mal die Möglichkeit, im Codex Manesse zu blättern?

Schon seit einigen Monaten gibt es ein paar Orte weiter eine Ausstellung mit "Schätzen der mittelalterlichen Buchkunst aus zehn Jahrhunderten". Wie das mit Ausstellungen so ist, gelingt der Besuch entweder gar nicht oder erst kurz vor knapp. Letzteres war hier der Fall, wobei ich es immerhin eine ganze Woche vor Ausstellungsende geschafft habe. Hurra!
Das "Besondere" an dieser Ausstellung ist, dass es sich bei allen Werken um Faksimile, also originalgetreue Nachbildungen, handelt. Was als noch größere Besonderheit zur Folge hat, dass man in einigen der Werke blättern darf. Zum Beispiel im Codex Manesse. Und in den Trés Riches Heures du Duc de Berry. Und im Book of Kells. Erstere beide begegnen einem früher oder später, wenn man nach historischen Bildquellen für mittelalterliche Gewänder sucht. Letzteres... ist einfach unglaublich schön. Und unterscheidet sich bei den Illustrationen doch deutlich von all den anderen weltlichen und religiösen Werken, die zu sehen waren. Insgesamt waren das 76, also eine durchaus beeindruckende Ansammlung.
Es gab aber nicht nur Schönes für die Augen, sondern auch Informatives. Angefangen bei der Entwicklung der Schrift, über ägyptische Hieroglyphen, die Herstellung der alten Bücher (Materialbeschaffung, etc, erst schreiben und malen, dann binden), Herstellung der Faksimile...

Doch, ich bin wirklich froh, dass ich mir das nicht habe entgehen lassen.

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